Mein erstes Projekt – Teil 3: prä·sen·tie·ren Verb [mit OBJ] (jmd. präsentiert jmdn./etwas)

Mein erstes Projekt - Teil 3 - Präsentation & finale-min

Unsere Auszubildende zur Mediengestalterin Pia Kops berichtet in unserer Reihe „Mein erstes Projekt“ über Ihre ersten Erfahrungen als Projektmanagerin.

Ich hatte vorher noch nie an Meetings mit oder bei Kunden teilgenommen. Vor meinem ersten Meeting bin ich nervös und ziehe mir morgens in der Bahn direkt eine Laufmasche. Normalerweise ist der Dress-Code in der Agentur eher casual aber für Kundenmeetings setzen wir hinter das casual gerne ein chic, oder wie mein Chef einmal meinen Teamleiter fragte: „Hey für das Meeting morgen, reicht auch nur oben chic, oder?“
In den ersten Meetings lernt man den Kunden kennen, manchmal auch die anderen Agenturen, die an dem Projekt noch beteiligt sind und bespricht das Konzept und die Wünsche und Vorstellungen des Kunden. Ich schreibe Protokoll, was mich zum Glück davon abhält nervös den ganzen Keks-Teller leer zu essen.

Es gibt natürlich auch Projekte, die ganz ohne Meetings auskommen. Bei Neukunden aber eher unüblich und bei großen Projekten auch nicht ratsam. Gerade wenn es um das Design geht, hilft es dies gemeinsam durchzugehen und direkt Feedback auszutauschen.

Mittlerweile sind wir bei der zweiten Präsentation, in der wir dem Kunden die fast fertige Seite zeigen, Front-End und Back-End. Ich präsentiere das Content Management System Pimcore und wie die Pflege der Seite dabei funktioniert. Pimcore ist eine quelloffene Open-Source-Plattform, die perfekt für eine flexible und nachhaltige Entwicklung einer Internetpräsenz ist. Wir bei anyMOTION sind Pimcore-Gold-Partner und nutzen es gerne und häufig, da es ein tolles CMS ist das vielfältig einsetzbar und sehr nutzerfreundlich in seiner Pflegeoberfläche ist.

Ich kenne das System sehr gut da ich schon für andere Kunden damit gearbeitet habe. Eine Schulung habe ich jedoch noch nie gehalten aber zum Glück funktioniert alles und es läuft super. Die Kunden sind sehr nett und begeistert von den neuen Möglichkeiten die sie nun in Zukunft in der Content-Pflege zur Verfügung haben werden.

Live is Live

Das persönliche Gespräch kann in 5 Minuten häufig mehr klären als E-Mails über einen ganzen Tag. Ich telefoniere. Ich telefoniere viel, mit dem Kunden, dem Hoster des Kunden, der IT des Kunden und den Kollegen in der Programmierung. Ich kontrolliere. Ich kontrolliere alle Inhalte, vergleiche mit dem Storyboard, kontrolliere alle Links, Bilder, Meta-Informationen und Alternativ-Texte. Ich prüfe. Ich prüfe die Funktionen und Formulare, prüfe die Weiterleitungen und wie die Seite sich auf verschiedenen Geräten verhält.

Ich schreibe. Ich schreibe E-Mails mit Fragen, Tickets mit Aufgaben, Kommentare mit Antworten und kleine bunte Sticky-Notes mit Hinweisen oder Bitten, die ich bei Kollegen auf den Monitoren hinterlasse.

Schließlich: Wir können Live gehen. Pflegestopp. Es gibt leider keinen roten Button oder einen Hebel den man umlegen kann. Es ist nicht halb so spektakulär wie man es sich vorstellt, sondern nur ein weiteres Ticket.
„Bitte um Live-Stellung. Freigabe vom Kunden erhalten.“
*eine Stunde später*
„Ist live.“

Einmal noch alles prüfen und dann den Kunden informieren. Parallel hat bereits das nächste Projekt angefangen. Es geht immer weiter.

Mein erstes Projekt: ein kurzes Fazit

Wenn man mich nach einem Fazit fragt, dann kann ich sicher sagen, dass es eine große Herausforderung war. Aber neben Nervosität und stressigen Momenten bleiben vor allem der Lernprozess, die Gespräche mit Kunden und Kollegen und der Spaß im Team in Erinnerung.
Jetzt freu Ich mich darauf das erworbene Wissen in vielen weiteren Projekten anzuwenden und unsere Kunden mit meiner Arbeit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

HIER GEHT ES ZU TEIL 1: Mein erstes Projekt – „Also wie machen wir das jetzt?“ 

HIER GEHT ES ZU TEIL 2: Alles eine Frage der Resscourcen