Gehalt als Hygienefaktor: Notwendig, aber nicht ausreichend
Das Thema Gehalt bleibt einer der sensibelsten und zugleich wichtigsten Aspekte im Employer Branding. Auch bei anyMOTION gilt: Eine faire und marktgerechte Vergütung ist die Grundlage für Zufriedenheit. Doch Geld allein sorgt selten für langfristige Motivation oder echte Bindung an ein Unternehmen.
„Der Begriff des ‚Hygienefaktors‘ beschreibt genau dieses Phänomen“, erläutert Eva-Christina Bergmeister, Leiterin des Bereichs Personal- und Geschäftsentwicklung bei anyMOTION. „Ist das Gehalt zu niedrig oder wird als unfair empfunden, entsteht Unzufriedenheit. Ist es jedoch ‚gut genug‘, tritt es in den Hintergrund – und andere Faktoren gewinnen an Bedeutung.“
Wann ist man zufrieden mit dem Gehalt?
Die spannende Frage lautet also: Wann ist genug wirklich genug?
Zufriedenheit mit dem Gehalt entsteht meist dann, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Erstens muss die Bezahlung als fair im Vergleich zu Markt und Kollegen wahrgenommen werden. Zweitens sollte sie den eigenen Lebensstandard sichern, ohne permanenten finanziellen Druck zu erzeugen. Und drittens braucht es Transparenz – also ein Verständnis dafür, wie Gehalt zustande kommt und sich entwickeln kann.
„Sobald diese Basis erfüllt ist, verschiebt sich der Fokus“, sagt Bergmeister. „Mitarbeitende stellen sich nicht mehr die Frage ‚Verdiene ich genug?‘, sondern vielmehr ‚Fühle ich mich hier wohl?‘.“
Familienfreundlichkeit als echter Differenzierungsfaktor
Gerade in einer Arbeitswelt, die zunehmend von Fachkräftemangel geprägt ist, wird Familienfreundlichkeit zu einem entscheidenden Bestandteil eines glaubwürdigen Employer Brandings.
Bei anyMOTION bedeutet das konkret: Arbeitsmodelle, die sich an das Leben anpassen – nicht umgekehrt. Flexible Arbeitszeiten, Remote-Arbeit und ein Verständnis für individuelle Lebenssituationen schaffen ein Umfeld, in dem Beruf und Privatleben miteinander vereinbar sind.
Für viele Mitarbeitende – insbesondere Eltern oder pflegende Angehörige – ist genau das der entscheidende Mehrwert, der über ein reines Gehaltsargument hinausgeht.
Die Balance zwischen Geld und Mehrwerten
Ein gutes Gehalt ist wichtig. Doch echte Zufriedenheit entsteht erst in der Balance mit anderen Faktoren: Wertschätzung, Sinnhaftigkeit der Arbeit, persönliche Entwicklung und eben auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
„Bei uns zeigt sich: Wenn diese Faktoren stimmen, relativiert sich die Bedeutung des Gehalts“, ist auch Andreas Neumann, Geschäftsführer von anyMOTION, überzeugt. „Mitarbeitende bleiben nicht wegen ein paar Euro mehr – sondern weil sie sich gesehen, unterstützt und verstanden fühlen.“
Diese Balance ist individuell. Während für die eine Person ein höheres Gehalt Priorität hat, ist für die andere Flexibilität oder Zeit mit der Familie der entscheidende Faktor. Erfolgreiches Employer Branding erkennt genau diese Unterschiede und bietet Raum für individuelle Bedürfnisse.
Doppelte Auszeichnung: Bestätigung von innen heraus
anyMOTION wurde 2026 von kununu gleich doppelt ausgezeichnet: mit dem Top Rated-Siegel für Gehaltszufriedenheit sowie dem neuen Top Rated-Siegel für Familienfreundlichkeit. „Diese Kombination ist mehr als nur ein schönes Aushängeschild im Employer Branding – sie ist ein klares Signal aus dem Inneren des Unternehmens“, freut sich Bergmeister. „Solche Auszeichnungen basieren auf echten Bewertungen der Mitarbeitenden. Sie zeigen, dass Vergütung nicht nur als fair, sondern als wertschätzend empfunden wird. Gleichzeitig wird deutlich, dass Arbeit und Leben bei uns miteinander vereinbar sind – ein Faktor, der für viele Beschäftigte heute mindestens genauso wichtig ist wie das Gehalt selbst.“
Damit bestätigt sich, was modernes Employer Branding leisten muss: Nicht einzelne Maßnahmen überzeugen, sondern das Zusammenspiel. Wenn sowohl der „Hygienefaktor Geld“ als auch die Lebensrealität der Mitarbeitenden berücksichtigt werden, entsteht genau die Balance, die langfristige Zufriedenheit möglich macht.
Fazit: Employer Branding braucht mehr als Zahlen
Ein starkes Employer Branding basiert nicht allein auf finanziellen Anreizen. Vielmehr geht es darum, ein Gesamtpaket zu schaffen, das zu den Lebensrealitäten der Mitarbeitenden passt. Das Gehalt bleibt dabei die Eintrittskarte – aber nicht der Grund zu bleiben. Unternehmen, die Familienfreundlichkeit, Flexibilität und eine wertschätzende Kultur aktiv leben, schaffen genau das, was heute zählt: nachhaltige Zufriedenheit.
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